Aktuelles

Maurach-Ziegelhütte – Monitoring und Pfähle bergen

Maurach-Ziegelhütte gehört zu den altbekannten, großen Pfahlbaustationen am Bodensee. Sie liegt auf der anderen Seite der Seefelder Aachmündung gegenüber der Station Unteruhldingen-Stollenwiesen, die Teil der UNESCO-Welterbestätte „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ ist. Die Station Maurach-Ziegelhütte gehört zu den assoziierten Pfahlbaustationen, die ebenfalls im Welterbeantrag enthalten sind.

 

Das uferparallel 750 m breite Pfahlfeld weist nahezu sämtliche Siedlungsphasen der Bronzezeit und der Jungsteinzeit auf. Von besonderem wissenschaftlichem Interesse sind Strukturen,  die auf große Gebäude schließen lassen und in die ältere Schnurkeramik (um 2666 v. Chr.) datieren.

 

Das Monitoring der Station wird in diesem Jahr intensiviert. Neben neuerlichen Kartierungsarbeiten zur Gesamtausdehnung der Station und zum Erosionsgeschehen gilt das Hauptaugenmerk den landseitigen Pfahlfeldbereichen. Bei winterlichen Niedrigwasserständen wurden hier wiederholt die in wasserfreien Bereichen gefrorenen Pfähle durch Frosthebung aus dem Boden getrieben und in der Folge in aufgetautem Zustand abgespült. Im Jahre 2006 kamen so Pfähle zu Tausenden an die Oberfläche. Die Situation ist vor allem deshalb prekär, weil weite Teile dieser Pfahlfeldzone im Winter knöcheltief im Wasser liegen und deshalb weder im Tauchanzug noch in Gummistiefeln kaum beizukommen ist. Bis jetzt konnten Pfähle nur in kleineren, tatsächlich wasserfreien und zugleich nicht gefrorenen Flächen per Gummistiefel abgeborgen werden.

 

Unter Nutzung der derzeit historischen Pegelhochstände zielen die projektierten Sondierungen des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart nunmehr darauf ab, größere Flächen im landseitigen Pfahlfeld unter Wasser zu dokumentieren und die Pfähle durch Abbergen zu sichern. 

    UNESCO WELTERBE PFAHLBAUTENSeitenclaim Landesdenkmalpflege Baden-WürttembergLogo PfahlbautenLogo Bayrisches Landesamt für DenkmalpflegeLogo Welterbe Pfahlbauten