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Maurach-Ziegelhütte - Monitoring und Pfahlbergung im März 2018

Das Monitoring verbunden mit der Bergung von Pfählen hatte in der Hauptsache den mittleren bis westlichen Teil der Pfahlbaustation im Fokus. In den 110 ufernahen Quadraten konnten insgesamt 276 Pfähle geborgen werden. Das Fundmaterial im landseitigen Schnitt ist dem frühen Jungneolithikum zuzuweisen (ca. 3850 v. Chr.), die weiter seewärts gelegene Fläche lieferte endneolithisches Fundgut, darunter zwei Silexdolch-Fragmente und retuschiert Klingen, sogenannte „Horgen Messer“. Etwa die Hälfte der hier geborgenen Eichenpfähle ist im Kern hart. Sie dürften zu großgebäudigen Strukturen der um 2660 v. Chr. datierten Schnurkeramik gehören. Demnach reicht das bis dato im seeseitigen Flachwasser erfasste Schnurkeramische Pfahlfeld verhältnismäßig weit landwärts und Horgener Sieldungsphasen sind offenbar auch noch im westlichen Pfahlfeldareal präsent.

 

Frosteinwirkung ist an den Pfählen an ihren furchig verwitterten oberen Enden zu erkennen. 

 

Die Kontrolle der Erosionsmarker in diesem Bereich zeigt fortschreitende Flächenerosion an, seit den Kontrollmessungen im Jahre 2009 sind mindestens 5 mm Seekreide-Abtrag pro Jahr zu veranschlagen.

 

Ab etwa 30 cm Wassertiefe sind auch hier die Gerölle am Seeboden und die Pfähle dicht von aktiven Kantmuscheln besetzt. 

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