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Rettungsgrabung in der Kirchstraße in Alleshausen (Kreis Biberach)

Archäologische Denkmalpflege

 

Das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart lädt am Donnerstag, 17. September 2020, von 16:00 bis 18:00 Uhr zur offenen Grabung ein

Fundstelle Alleshausen (Quelle: P. Scherrer/LAD)

erhaltene Hölzer werden akribisch freigelegt (Quelle: P. Scherrer/LAD)

Seit Mitte Juli 2020 führt das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) in der Kirchstraße in Alleshausen eine Rettungsgrabung durch. Bereits 2019 hatte die Gemeinde Alleshausen an dieser Stelle mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens begonnen und war auf archäologische Funde gestoßen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger lädt das LAD am Donnerstag, 17. September 2020, von 16:00 bis 18:00 Uhr zur offenen Grabung ein. Spezialisten des LAD geben Auskunft zu Fragen rund um die neue Fundstelle und das Thema der Feuchtbodenarchäologie.

Der Besuch der Fundstelle ist kostenlos. Die Fundstelle liegt am Ortsrand von Alleshausen, gegenüber dem Gebäude Kirchstrasse 22, 88422 Alleshausen. Das Tragen von festem Schuhwerk und gegebenenfalls wetterfester Kleidung wird empfohlen. Die allgemeinen Corona-Regelungen sind zu beachten.

Bei der neuen Fundstelle handelt es sich nach derzeitigen Erkenntnissen um den Randbereich einer am Ufer des ehemaligen Federsees gelegenen Siedlung des Jungneolithikums. Der Schwerpunkt des sehr umfangreichen Fundmaterials gehört in die späte Schussenrieder Kultur und ist etwa 6000 Jahre alt. Aus dieser Zeit waren bisher kaum Funde vom Federsee bekannt. Das Spektrum der Funde reicht insgesamt vom frühen Neolithikum bis ins Hochmittelalter.

Die Fundstelle liegt höher als die bisher bekannten Feuchtbodensiedlungen um den Federsee. Überraschend ist, dass trotzdem noch Hölzer erhalten geblieben sind. Zum jetzigen Zeitpunkt ist allerdings noch nicht klar, ob diese prähistorisch oder jünger zu datieren sind. Die Funde der Grabung werden später auch im Federseemuseum zu sehen sein.

Hinweis für die Pressevertreterinnen und -vertreter:
Für Rückfragen steht Ihnen die Pressestelle des Regierungspräsidiums Stuttgart unter der Telefonnummer 0711/904-10002 oder per E-Mail an pressestelle@rps.bwl.de
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