Welterbe Pfahlbauten

Wollmatingen-Langenrain

Welterbestätte DE-BW-05, Stadt Konstanz, Kreis Konstanz

Die Fundstelle

Fundstelle Wollmatingen-Langenrain.

Die Station wurde 1881/82 von D. Nägeli entdeckt, der 1882 zusammen mit L. Leiner Grabungen durchführte. 1929 erfolgte eine Sondage durch H. Reinerth. In den Jahren 1983, 1986 und 1988 führte das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg erneut Untersuchungen durch.

Wollmatingen-Langenrain ist eine der wenigen spätbronzezeitlichen Siedlungen des Bodensees mit großräumiger Erhaltung eines Fundhorizontes. Die wissenschaftlichen Analysen zeigen, dass die Fundschichten für die archäobotanische Forschung von besonderer Bedeutung sind. Die Fundstelle liegt zudem in einer topographisch besonderen Lage: Sie kontrolliert die Mündung des Rheins in den Untersee und scheint im Zusammenhang mit Kommunikation und Transport wichtig gewesen zu sein. Die Fundstelle ist bisher nur kleinflächig untersucht und hat ein großes Forschungspotential.

Schutz der Welterbestätte

Die Station liegt unter einer mächtigen Sandschicht im Naturschutzgebiet. Siedlung und Pufferzone liegen im Naturschutz- und im FFH-Gebiet sowie in Gewässerschutzzone 1. Das Monitoring erfolgt durch das Landesamt für Denkmalpflege.

Die Fundstelle von Südwesten, im Vordergrund die Schilfinsel Langenrain.
Die Fundstelle von Südwesten, im Vordergrund die Schilfinsel Langenrain.
Keramikfragmente und Spinnwirtel der Urnenfelder Kultur.
Die Fundstelle liegt unter dicker Sandbedeckung in der winterlich trocken liegenden Flachwasserzone.
Die Fundstelle von Südwesten, im Vordergrund die Schilfinsel Langenrain.
Verzierte spätbronzezeitliche Gefäßkeramik und ein Spinnwirtel.
Zeitstellung Bronzezeit
Daten Dendrodaten: 934 und 935 BC
Fläche Kernzone 1,6 ha
mit Pufferzone: 83,7 ha
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